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Apr 24

Erstellt von: Presse Abteilung
24.04.2009 

Wie bereits im Jahr zuvor erreichte uns die Einladung aus Frankreich, mit einer U16-Jungenmannschaft am dortigen internationalen Jugendturnier teilzunehmen. Das vom BC Orchies mit Unterstützung der basketballbegeisterten Gemeinde und ortsansässiger Sponsoren ausgerichtete Turnier bot auch in diesem Jahr wieder interessante Begegnungen auf dem Parkett und die Möglichkeit, Kontakte in die verschiedensten europäischen Länder zu knüpfen. Außer 5 französischen Mannschaften waren Teams aus Irland, Polen, Belgien, Rumänien und eben Deutschland am Start.

Die diesjährige Truppe (Jahrgang 1994/95), die wieder als Team "Aix-la Chapelle" unsere Basketballregion in Orchies vertreten sollte, setzte sich aus 5 Spielern der Lions, einem Spieler aus Brand und 4 Jungs der 99ers aus Köln zusammen, ein Kontakt, der über die NRW-Sichtungslehrgänge und die Begegnungen in der U16-Oberliga entstanden war. Bereits bei den Vorbereitungstrainings zeigte sich Coach Markus Jarzombek, der in diesem Jahr von seinem Bruder Adam unterstützt wurde, mit der Zusammenstellung recht zufrieden, so dass nach dem 8. Platz des letzten Jahres das Ziel diesmal ganz klar eine Platzierung in der oberen Hälfte des Teilnehmerfeldes war.
Nach der frühzeitigen Anreise am Karfreitag stellte sich heraus, dass man das große Los gezogen hatte, gleich das erste Spiel des Turniers spielen zu dürfen - um 8:30 frühmorgens! Die Jungs zeigten sofort die richtige Einstellung und nahmen die verordnete frühe Bettruhe ernst, so dass sie am nächsten Morgen wach und konzentriert gegen die Iren aus Belfast antreten konnten. Nach einem noch etwas angespannten Beginn wurde das Team sich dann schnell seiner Qualitäten bewusst und konnte mit einer sehr guten Defenseleistung, sicheren Fastbreaks und guter Arbeit unter den Brettern einen ungefährdeten Sieg einfahren. Ein großes Kompliment gilt dem sympathischen irischen Team, das in seinem Heimatland unter schlechtesten Bedingungen trainiert und sich dennoch seit letztem Jahr gut weiterentwickelt und sich seine sportliche Einstellung und gute Laune bewahrt hat.
Mit der Mannschaft aus Calais hieß es dann gegen den letztjährigen Turnier-Zweiten zu bestehen. Die Mannschaft, die in der ersten französischen Jugendliga spielt, war zum größten Teil in der Zusammensetzung vom Vorjahr aufgelaufen und machte uns erwartungsgemäß ganz schön zu schaffen. Nach einem überzeugenden Beginn der Franzosen, die sich als hervorragend eingespieltes Team präsentierten, begannen unsere Jungs erst nach etlichen Minuten zu punkten und hielten dann streckenweise deutlich besser mit. Das Spiel wurde nie aufgegeben und die Einstellung und Einsatzbereitschaft war nicht zu beanstanden, jedoch waren die Spieler aus Calais in allen Disziplinen ein Stück besser, so dass gegen diesen Gegner der rund 15-Punkte Rückstand, der uns vom unglücklichen Start an noch nachlief, unmöglich aufgeholt werden konnte und die Franzosen verdient gewannen.
Mit Blick auf die beiden Gruppenspiele des nächsten Tages bemühte sich der Coach, unsere niedergeschlagenen Spieler etwas aufzumuntern und auf die Gegner, die man zuvor ausgiebig studiert hatte, einzustimmen. Auch das Spiel der Drittliga-Senioren aus Orchies, zu dem wir abends noch in Fanbussen gefahren wurden, sorgte für wieder bessere Stimmung - dies allerdings weniger aufgrund der sportlichen Leistung, sondern vor allem wegen der beeindruckenden sehr kreativen Fankulisse, wie wir sie bei uns kaum einmal zu sehen bekommen!
Der erste Gegner am Sonntag war die Mannschaft aus Bondues, nachmittags stand das Spiel gegen   die Belgier aus Kain auf dem Programm. Beide Spiele konnte unser Team mit einer konzentrierten, guten Teamleistung recht sicher und unter Einsatz aller Spieler für sich entscheiden, so dass in diesem Jahr das Turnier für uns hier diesmal nicht zu Ende war, sondern wir als Gruppenzweiter im Abendprogramm das Halbfinalspiel gegen den Ersten der anderen Gruppe spielen sollten.
Nachdem Calais das erste Halbfinalspiel klar gewonnen hatte, hieß die zweite Halbfinalbegegnung zu später Stunde also Aix-la-Chapelle gegen Templeuves. Nach den bisherigen Spielen zeichneten sich unsere Gegner durch eine fast allen französischen Teams eigene gute Pressverteidigung aus, die es genauso auszuschalten galt wie die offensiven Spielzüge, die Templeuves bisher erfolgreich gegen alle Gegner eingesetzt hatte. Unter erkennbarer Anspannung und hochkonzentriert gingen unsere Jungs ins Spiel und gleich zu Beginn zeichnete sich eine enge und spannende Partie ab. Zwar lagen die Franzosen vom Start an knapp zurück, bei deren beachtlicher 3er-Quote und der agressiven Defense hätte aber das geringste Nachgeben den Gegnern schnell einen schwer einzuholenden Vorsprung verschafft. Unsere Jungs waren hervorragend eingestellt, obwohl für taktische Vorbereitung fast ausschließlich beim Essen oder im Bus Zeit blieb. Auch auf die in unserer Liga nicht zugelassene Zonenpresse der Franzosen, mit der sie alle bisherigen Gegner ausgeschaltet hatten, war unser Team so gut vorbereitet, dass die gegnerische Verteidigung kein Mittel gegen die schnell vorgetragenen Angriffe fand. Den letzten Ausschlag gaben dann unsere nie nachlassende enge Defense und die Reboundstärke unserer Center unter beiden Brettern, so dass der 12-Punkte-Sieg unserer Jungs am Ende tatsächlich die Finalspielteilnahme bedeutete. Nach der ganzen Anspannung war die Freude natürlich riesig und es war toll zu sehen, wie die Kölner Jungs begeistert die Baesweiler-Lions-Trikots durch die Luft schwangen und die Baesweiler dafür kräftig ins Kölner "Humba-humba-täterää" einstimmten! Es gab viel Lob von den anderen Teams und fachkundigen Zuschauern in der Halle für dieses vielleicht beste und spannendste Spiel des ganzen Turniers.
Mit der Neuauflage des Spiels Calais gegen Aix-la Chapelle ging es dann am Abschlusstag um den Turniersieg. Beide Coaches hatten den Gegner ausgiebig studiert und sowohl Calais als auch unser Team begneten sich mit höchster Konzentration. Anders als im Vorrundenspiel hielten unsere Spieler von Anfang an dagegen und zwei bis dahin ebenbürtige Gegner schlossen das erste Viertel mit einem Gleichstand ab. Es sollte sich jedoch zeigen, dass Calais als über lange Zeit zusammengewachsenes Team nach wie vor deutliche Vorteile gegenüber unserer Truppe hatte. Hier einige vergebene sichere Punkte, dort im Gegenzug gleich ein routinierter Abschluss, und schon gerieten unsere Spieler wieder ins Hintertreffen. Der französische Coach hatte seine Hausaufgaben gemacht und schaltete unsere Center fast komplett aus, dazu eine 3er-Quote, die jedem Profispieler zur Ehre gereicht hätte, und so war im letzten Viertel bald klar, dass die Jungs aus Calais sich den Turniersieg nicht mehr nehmen lassen würden.
Alles in allem blieb trotz der ersten spontanen Enttäuschung nach dem Finalspiel die Gewissheit, eine tolle Leistung abgeliefert zu haben. Die Mannschaft präsentierte sich bei Gegnern, Veranstaltern und Zuschauern als sympathisches Team mit tadelloser Einstellung und erhielt viel Anerkennung für seine sportliche Leistung. In der Hoffnung, sich bald wieder zu begegnen und sich vielleicht einmal gegenseitig zu besuchen wurden reichlich Kontakte ausgetauscht, so dass der Abschied nicht ganz so schwer fiel. Es wäre schön, wenn wir vielleicht auch einmal bei uns in Baesweiler im kleineren Rahmen die Möglichkeit zu internationalen Begegnungen zwischen den Jugendlichen schaffen könnten!

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Derzeit 1 Kommentare

Re: Gelungener Mix aus Lions, 99ers und Brand international erfolgreich

Sehr toll, Junges! GLÜCKWUNSCH und RESPEKT! freut mich sehr!
Wer war denn von unseren Jungens dabei?

Von BCBecci#8 am   25.04.2009