Die am Tag zuvor erfolgreich ausgetragenen Spiele um den Kreisjugendpokal schien man dem U16-Team von Trainer Markus Jarzombek nicht anzumerken, als es am gestrigen Sonntag in Brühl darum ging, sich für die Jugendoberliga zu qualifizieren. Im Gegenteil – die Jungs zeigten sogar noch ein Stück mehr Einsatz, Konzentration und Siegeswillen.
Von den drei Mannschaften dieser Qualifikationsrunde sollte sich nur eine qualifizieren, gespielt werden sollten zwei Spiele mit voller Spielzeit. Im ersten Spiel gegen ESV Euskirchen begannen die Baesweiler Spieler mit einer engen Ganzfeldpresse, die den Gegner arg unter Druck setzte und deren Spielaufbau sehr effektiv störte. Im Gegenzug immer wieder Schnellangriffe nach dem Lehrbuch, wunderschöne Passkombinationen, dazu eine gute Reboundarbeit unter beiden Körben – zur Belohnung hieß es dann 66:39-Führung zur Halbzeit. In Anbetracht des unmittelbar anschließenden zweiten Spiels nahm die Mannschaft etwas Druck aus der kraftraubenden Verteidigungsarbeit, mit einer aber weiterhin guten Punktausbeute gelang es jedoch recht souverän, den Vorsprung zu verwalten und mit 100:81 den Sieg zu sichern.
Gleich zu Beginn des Spiels gegen den Brühler TV hatte man den Eindruck, dass die Taktik genau aufzugehen schien. Die Verteidigung trotz der kurzen Pause wieder druckvoll, im Angriff das gleiche schnelle Teamplay wie zuvor, so dass der Halbzeitstand von 70:16 selbst den vorsichtigsten Beobachtern signalisierte, dass die Oberliga in greifbarer Nähe war. Dennoch ließen sich die Spieler auf dem Feld nicht verleiten, in Konzentration und Einsatz nachzulassen. Unter dem Beifall auch der gegnerischen Zuschauer mobilisierten die Spieler auch noch die letzten Kraftreserven, zeigten noch einige tolle Passkombinationen aus der Trickkiste und beendeten das Spiel mit 121:33.
Auch wenn die Oberliga-Saison 2008/09 jetzt zeigen wird, wie das Team mit den höheren Anforderungen zurecht kommt, lassen die gezeigten Leistungen darauf hoffen, dass die Klasse trotz der knappen personellen Lage zu halten sein wird. Für die Baesweiler Spieler wird es jedenfalls eine Möglichkeit sein, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und sich weiter zu entwickeln.